Der Name Damast oder Damaszener-Stahl kommt wahrscheinlich von der Stadt Damascus.   Zwar wurde er dort wohl nicht hergestellt, aber es war zur damaligen Zeit das wichtigste Handels-   und Verarbeitungszentrum für Damastklingen.   Genaugenommen bezog sich die Bezeichnung Damaszener-Stahl auch wohl anfangs eher auf   Wootz (Eisen mit sehr hohem Kohlenstoffanteil (1,5 % - 2 %) und bestimmten Verunreinigungen;   entsteht durch langsame Abkühlung einer Mixtur aus Zementit und Perlit) der aus Indien kam.   Wootz hat eigentlich nicht viel mit dem in Europa, Indonesien, und Japan hergestellten Damast   gemeinsam, da er durch einen rein chemischen Prozess und nicht durch mechanische Bearbeitung   entsteht.   Damast ist ein Stahlverbund, der aus mehreren Stahlschichten unterschiedlicher Härte   zusammengeschmiedet(feuergeschweißt) ist. Die Schichten bestehen abwechselnd aus hartem und   zähem Stahl. Harter Stahl ist zwar sehr fest, gleichzeitig aber sehr brüchig. Zäher Stahl bricht nicht,   verformt sich aber sehr leicht. Durch das schichtweise Zusammenschmieden entsteht ein   Stahlverbund, der einerseits sehr hart ist, andererseits aber auch elastisch ist, also nicht so schnell   bricht. Die harten Schichten besitzen einen höheren Kohlenstoffgehalt als die weicheren Schichten.   Durch wiederholtes falten und verschweißen eines Paketes, das anfangs meist aus ca 6-8 Lagen   besteht, entstehen so eine Vielzahl von Schichten - meist 128-500 Lagen. Bei einer höheren   Lagenzahl ist das Muster sehr fein und bei noch höherer Lagenzahl verhält sich der Damast nahezu   wie ein Monostahl. Die Behauptung, die Qualität der Klinge steigt proportional zur Lagenzahl ist   demzufolge so nicht richtigt. Diese Meinung rührt wahrscheinlich daher, dass die japanischen   Klingen eine meist höhere Lagenzahl hatten - teilweise bis über 1 Million!   Das hatte aber bei den Japanern einen ganz anderen Grund. Mit den damals verwendeten   Schmelzverfahren ließen sich keine Rohstücke in brauchbarer Größe und Qualität herstellen.   Die erschmolzenen Luppen waren schwammig und mit Verunreinigungen durchsetzt, sie wurden   daher abgeschreckt und in kleine Stücke zerschlagen. Diese wurden nach Qualität sortiert   und zu Stücken brauchbarer Größe verschweißt. Erst durch mehrfaches Falten (Raffinieren)   entstand hieraus ein gebrauchsfähiges, hinreichend homogenes Rohmaterial.

Mustersteuerung:
  Die hergestellten Damastbarren zeigen zunächst nur ein paralleles Muster, dass erst durch weitere   Verarbeitung seine vielfältigen Musterungen erhält. Bei den Mustern kann man zwischen den   Torsionsmustern und den Oberflächenmustern unterscheiden. Die Muster werden entweder durch   ätzen in Säure oder durch eine hohe Politur sichtbar.   Beim Torsionsmuster wird der Damast tordiert (gedreht), es ist das wohl am häufigsten   anzutreffende Muster - meist als Twist bekannt. Je nach tiefe und Winkel des Schliffs tritt das   typische Torsionsmuster - ein Stern - hervor.   Zur weitern Mustergestaltung werden auch häufig mehrere Torsionsbahnen verschweißt,   wodurch sich eine Vielzahl neuer Muster ergibt. Ein klassisches Beispiel für diese Technik   sind zum Beispiel die Schwerter der Wikinger.   Bei den Oberflächenmustern wird in den Rohdamast ein Muster durch Materialwegnahme   eingebracht. Dies kann z.B. durch Fräsen, Bohren oder Schleifen geschehen. Danach wird das   Paket wieder plan geschmiedet. Den gleichen Effekt erziehlt man auch, wenn man mittels   eines Gesenk das Muster in den heißen Stahl prägt und die erhebungen wieder abschleift.   Typische Vertreter von oberflächenmustern sind Große Rosen, Kleine Rosen, Pyramiden,   Band- oder Wellendamast.   Wird der Damast nicht weiter mustertechnisch behandelt sondern von Hand einfach in Form   geschmiedet, so das sich ein Muster durch die Hammerschläge ergibt, spricht man von wildem   oder Zufallsdamast.   Von Mosaikdamast spricht man in der Regel wenn Damast oder Stahlstränge in spezieller Position   miteinander so verschweißt werden das eine Art Mosaik ensteht. Schachbrettdamast wär hier ein   Beispiel. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Techniken der Mustersteuerung -   die Möglichkeiten sind hier nahezu unerschöpflich.

Die folgenden Stähle setzen wir in Kombination bei der
  Damastherstellung hauptsächlich ein: